7 Gründe für einen externen Moderator in Kreativworkshops

1.) Der Fokus gilt Moderation & Systematik.
Jeder der schon einen Workshop gehalten hat und gleichzeitig mitarbeiten musste kennt diese wahnsinnige Herausforderung: Selbst Mitdenken + gleichzeitig Formate steuern = eines von Beidem leidet immer. Ein externer Moderator kommt gar nicht in diese Versuchung denn er ist darauf fokussiert, dass ihr richtig arbeiten könnt und euch nicht um den Ablauf kümmern müsst.

2.) Wie bereite ich einen Workshop vor? – im Dialog!
Ein guter Moderator wird dir vor dem Workshop Fragen stellen. Das ist toll, denn es zwingt dich dazu dir Gedanken über das Ziel des Workshops zu machen. So startet der Workshop nicht mit einem weißen Blatt und dem berühmten “Ja, schön, dass wir alle da sind.” – Es gibt ein System, ein Ziel und einen Ablaufplan.

3.) Ein externer Moderator ist frei von Annahmen.
“So etwas wollen unsere Kunden nicht.” – “Dafür haben wir sowieso keine Ressourcen!” – “Wenn wir das machen, habe ich am Ende nur noch mehr Arbeit.” Als Moderator hat man die Macht den Workshop in die eine oder andere Richtung zu lenken. Wer von Annahmen vorbelastet ist, wird immer auch Einfluss nehmen und so vielleicht ausgerechnet die neuen Wege von vornherein ausschließen. Genau das braucht man in kreativen Phasen nicht.

4.) Ein Kreativworkshop braucht jemanden der “dumme” Fragen stellt.
Hand aufs Herz: redet bei dir im Unternehmen wirklich jeder von der gleichen Sache, selbst wenn die gleichen Worte verwendet werden? Und traut sich im Workshop jeder kritisch nachzufragen? Gerade wenn in Visionen mit generischen Worthülsen wie “effizienter”, “erfolgreicher”, “agiler” gearbeitet wird hat schnell jeder Teilnehmer ein anderes Bild vor Augen. Es braucht also jemanden der in seiner Rolle völlig unbelastet auch mal ganz dumm nachfragen darf: “Was genau meinst du mit effizienter?”

5.) Den Workshop gestalten – als Prophet im eigenen Land?
Wir selbst kommen aus einer InHouse-Welt – und wir schätzen die zahlreichen Stärken und Vorteile die jeder unserer Kollegen mitbringt. Gerade der Stallgeruch kann ein enormer Vorteil sein. Doch jede Medaille hat zwei Seiten. Veränderung ist unbequem – Und wenn dann noch ausgerechnet der Kollege mit neuen Ideen oder Methoden ankommt, dann kann das dem ein oder anderen schonmal gegen den Strich gehen. Ein externer Moderator kann Methoden einsetzen für die Andere belächelt werden. Schließlich ist er ja nur dafür da.

6.) Die Teilnehmer des Workshops agieren gleichberechtigt.
Einen Kollegen aus dem Team oder gar eine Führungskraft zum Moderator zu machen führt zu zahlreichen Problemen. Systemisch passiert dabei einfach zu viel. Noch schwieriger wird es, wenn der Moderator auch noch selbst mitarbeiten möchte. Ein externer Moderator wird alle Teilnehmer gleich behandeln und so dafür sorgen, dass eine gleichberechtigte Arbeitsatmosphäre entsteht in der jeder seine Ideen einbringen kann.

7.) Darf/Kann ein Moderator neue Blickwinkel einbringen?
Der Moderator muss nicht verstehen worum es genau geht. Wir sind aber der Überzeugung, dass ein Moderator besser ist wenn er selbst etwas mit der Materie anfangen kann. Er versteht schneller in welche Richtung sich der Workshop bewegt und auf welcher Gedankenebene gerade gearbeitet wird. Dadurch wird eine bessere Steuerung möglich. Und wenn es gewünscht wird, kann der Moderator sogar selbst mal einen Blick von Außen einbringen.

 

Außerdem: Jemand auf den man schimpfen kann.
Es gibt hervorragend gemachte Workshops, und am Ende hat man leider trotzdem nicht die ersehnte One-Billion-Dollar-Idee. Kann vorkommen. Vielleicht kennt man dann wie einst Edison “1.000 Wege wie es nicht funktioniert”. Und wen das nicht tröstet, der kann immerhin über diesen externen Moderator schimpfen – das schweißt das Team nach einem intensiven Workshop doch gleich noch weiter zusammen. Wenn da mal nicht der Geistesblitz über Nacht folgt. 😉

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