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Warum kreative Köpfe einen Soundtrack brauchen.

Ich liebe Musik. Musik gibt es in so vielen verschiedenen Formen. Für alle Lebenslagen etwas Passendes. Wie unglaublich stark sich Musik auf deine Stimmung und deine Emotionen auswirkt, hast du mit Sicherheit schon selbst erlebt. Und wahrscheinlich auch schon ganz bewusst genutzt.
Ich habe mir unterschiedliche Playlisten für Sport, Entspannung oder Autofahrt angelegt. Ein guter Freund von mir besteht auf ein ganz bestimmtes Lied als Weckton, um gut in den Tag zu starten. Zum Einschlafen brauchst du wieder andere Musik und wenn du einfach mal die Nacht durchtanzen möchtest, ist dir vielleicht alles egal, weil nur der Rhythmus zählt.

Wenn Musik uns in so vielen Lebenslagen begleitet, warum dann nicht beim Arbeiten?

Es gibt kaum ein anderes Mittel, das so leicht zugänglich ist und sich sowohl auf Leistung, Stimmung und sogar Körperfunktionen wie den Puls auswirkt. Auf Knopfdruck.

Kann Musik dich auch auf Knopfdruck kreativer machen? Der Mythos, dass Kinder intelligenter werden, wenn sie im Kindesalter viel klassische Musik hören, wurde inzwischen widerlegt. Und leider konnte die Gehirnforschung auch keine direkte kreativitätssteigernde Wirkung nachweisen, trotzdem ist Musik ein wichtiger Baustein in deinem kreativen Lifestyle. Sie kann sogar zum echten „mindbooster“ werden. Und das geht so:

Musik für dein Mindboosting!

Musik macht vielleicht nicht automatisch kreativer, aber sie wird dich bei deiner Ideensuche und kreativen Arbeit unterstützen.

Verantwortlich für das Empfangen akustischer Signale ist der Temporallappen im Gehirn. Wenn die Gehirnaktivität sich auf diesen Bereich konzentriert, wird Energie aus anderen Bereichen umgeleitet. Dadurch kannst du dich besser konzentrieren und kreativer arbeiten. Aber nicht jede Art von Musik ist geeignet.

Klassische Musik hat einige Eigenschaften, die sich besonders positiv auf kreatives Arbeiten auswirken. Sie ist sehr rhythmisch und vorhersehbar. Klassik hat in der Regel auch ein langsameres Tempo, weniger als 60 Schläge pro Minute.

Warum ist das wichtig? Dein Gehirn arbeitet kreativer, um so mehr Möglichkeiten es hat, die Gedanken drehen und schweifen zu lassen. Dafür sind zwei Faktoren entscheidend:

  • Ablenkung: Durch ruhige Hintergundmusik/-geräusche, Bsp.: klassische Musik, Cafe Atmosphäre.
  • Keine Ablenkung: Ablenkung durch Musik und Geräusche, die zu viel Aufmerksamkeit ziehen, wirken kontraproduktiv. Bsp.: Songs mit viel Text in Muttersprache, Lieder mit starken Schwankungen.

Klassische Musik oder auch Musik ohne Gesang eignet sich für eine ablenkungsfreie Umgebung und bietet Erholung, die das Gehirn genießt.

Intuitiv treibt es kreative Köpfe in Kaffeehäuser zum Arbeiten.

Vinod Menon, Professor für Verhaltenswissenschaften an der Stanford University, hat einen interessanten Artikel zu diesem Thema verfasst. Er schreibt über die Wirkung von Musik auf das Gehirn. In einer Kernspintomografie hat er an Testpersonen die Reaktionen im Gehirn untersucht. Die Essenz: Kreative Prozesse funktionieren besser, wenn das Gehirn abgelenkt ist oder auf vorhersehbare Muster stößt. Bei plötzlichen Unterbrechungen im Sound reagiert das Gehirn und überprüft das, was gerade passiert. Dein Gehirn richtet seine Aufmerksamkeit wieder auf die Musik, welche in diesem Fall zum Kreativitätskiller wird.

Deshalb arbeiten viele Freelancer gerne in Cafes. Die Geräuschkulisse bietet die idealen Voraussetzungen. Es mischen sich unspezifischen Geräusche: das Klappern von Geschirr, leise Gespräche und Hintergrundmusik. Genau richtig, um abzuschalten. Sobald du aber das Gespräch am Nachbartisch klar hörst und verfolgen kannst, bist du abgelenkt.

Explorer of creativity – Kaffeehausatmosphäre einfach ausprobieren

Klar du kannst jetzt einfach ins nächste Kaffee gehen. Das wäre auch sicher sehr schön. Leider kann nicht jeder von uns einfach im Kaffee arbeiten. Dafür gibt es die App coffitivity. Damit holst du dir die Atmosphäre direkt an den Arbeitsplatz 😉

-> coffitivity ausprobieren

Die Streamingdienste wie Spotify, last.fm, Google-Music oder Apple-Music machen es immer leichter, auf ganz unterschiedliche Musik-Genres zuzugreifen. Erstelle dir eine Playlist zum Arbeiten und probiere selbst aus, welche Musik für dich die ideale Mindboosting-Musik ist!

Wie Farben dich und deine Kreativität unbewusst beeinflussen

Haben Farben Auswirkungen auf deine Kreativität?

Ja, sagen Juliet Zhu und Mavi Metha und ließen diese These bei einer Studie an der British Columbia Universität untersuchen. Das Ergebnis gab ihnen Recht. Farben steigern nachweislich das kreative Denken und unterstützen uns bei kreativen Aufgaben. Doch das gilt nicht für alle Farben. Besonders kalte Töne wie blau und grün konnten die Kreativität steigern und die Denkleistung verbessern. Rot verbesserte die Denkfähigkeit in Bereichen von Detailaufgaben wie Korrekturlesen oder Qualitätssicherung.

Kalte Farben für Kreativ-Prozesse

Aber wenn ich jetzt mein Büro neu streiche, welche Farbe ist dann besser? Blau oder grün? In einer weiteren Farbstudie von Lichtenfeld nimmt grün die Pole-Position vor blau ein.

Letztendlich liegt es aber am persönlichen Geschmack. Beide Farben geben dir einen Mindboost. Egal wie du dich entscheidest.

Farben sind starke visuelle Signale, die uns laufend beeinflussen

Farben nehmen zudem Einfluss auf deine Gefühle. Vielleicht siehst du manchmal rot oder ärgerst dich schwarz. Du weißt ja, dass sich eine positive Grundstimmung auch positiv auf deine Kreativität auswirkt. Deshalb  umgib dich mit Farben, die dir gut tun. Sei es mit Farbe an der Wand, mit Gegenständen oder entsprechendem Licht.

Zur Wirkung und Bedeutung von Farben findest du im Internet unterschiedlichste Tabellen. Besonders schön aufbereitet ist diese Infografik zur Psychologie der Farben auf nowsourcing.com.

Ganz so eng sollte man es mit den Farben allerdings auch nicht nehmen. Nur weil du in einem roten Büro sitzt, bist du nicht automatisch aggressiver. In einer gelben Umgebung hast du nicht permanent Heißhunger, obwohl das eine gute Begründung wäre, warum am Abend die Schreibtisch-Schokolade immer weg ist. 😉 Letztlich ist die Farbe einer von vielen weichen Faktoren, die dein Mindset beeinflussen.

Flexibilität sticht den Dauerbeschuss durch Farben

In der genannten Studie wurden die Probanden nur kurz und unmittelbar vorher mit der Farbe konfrontiert.

Ein grünes Büro wäre aber dauerhaft vorhanden.An eine dauerhaft vorhandene Umgebung gewöhnen wir uns. Der Effekt wird also abstumpfen.

Vielleicht kann man sich das ähnlich vorstellen wie mit Gerüchen. Wenn du gerade die Küche betrittst, nimmst du sofort jeden Geruch intensiv war. Nach ein paar Minuten verschwindet die Wahrnehmung für bestehende Gerüche.

Für eine Stimulation ist also die Flexibilität der Umgebung entscheidend: Unterschiedliche Räume mit unterschiedlichen Farben, flexibler Einrichtung und Beleuchtung. So kannst du dir in jedem Fall eine gute Atmosphäre schaffen, egal welche Farbe du gerade „brauchst“.

„Stand-Up“ so einfach verbesserst du deine Meetings

Welche Situation in einem Kreativ-Meeting möchtest du unter allen Umständen vermeiden? Diese vielleicht: Montag morgen. Erste Besprechung. Nachdem die Aufgabenstellung formuliert ist, kommt das Team nicht so richtig in Schwung. Zaghafte Wortmeldungen. Die Teilnehmer vergraben sich in ihren Stühlen. Die Qualität der Beiträge ist bodenlos, wenn überhaupt Beiträge kommen. Irgendwie fließt es nicht. Nein, es klemmt richtig.

Mit einer kleinen Veränderung kannst du sofort für mehr Schwung sorgen:  Weiterlesen