Mach einen Kopfstand für Ideen

Wie werde ich meine besten Kunden los? Wie schaffe ich es, mein Projekt am schnellsten in den Sand zu setzen? Oder was muss ich tun, um ein Ziel niemals zu erreichen?

Hast du dir schon einmal solche Fragen gestellt? Noch nicht? Dann lohnt es sich, jetzt weiter zu lesen. Was erst einmal komisch klingt, ist eine Kreativitätstechnik namens Kopfstandmethode. Wenn dir beim Blick auf deine Aufgabe einfach keine Ideen mehr einfallen wollen, hilft dir die Kopfstandmethode diese Blockaden zu lösen.

Stelle dein Problem oder deine Aufgabe auf den Kopf. Formuliere deine Aufgabe ins Gegenteil um. Du willst eine Aufgabe bis zum Ende des Monats fertigstellen? Dann überlege dir, wie du es auf keinen Fall schaffst – und zwar unter gar keinen Umständen –  dein Ziel bis zum Ende des Monats zu erreichen.

Im Team arbeiten mit der Kopfstandmethode 

In Meetings macht es Sinn, die umformulierte Herausforderung zentral auf ein Flipchart zu schreiben. Durch die Visualisierung können alle Beteiligten mitmachen. Jeder Teilnehmer bekommt einen Stift in die Hand und arbeitet im Stehen.  So ist jeder einzelne aktiviert und es werden verschiedene Sinneskanäle eingebunden.

Die Kopfstandmethode eignet sich auch für ungeübte Gruppen. Der Spaß, der bei dieser Technik entsteht, setzt nochmal einen “boost” für zusätzliche kreative Energie frei.

Wir sind für Gefahren sensibilisiert

Der Clue des Umformulierens: Paradoxerweise wissen wir sehr genau, was und warum etwas nicht funktioniert. Wir sehen Fehler und Probleme viel klarer als Lösungen. Das ist ein evolutionäres Erbe unserer Vorfahren, die besonders sensibel für Gefahren und Probleme sein mussten. Da war allerdings eher die Frage: „Begegne ich beim Abendspaziergang vielleicht einem Säbelzahntiger?“

Glaubst du nicht?

Probiere das doch kurz aus und frage dich: „Warum führte das letzte Brainstorming oder mein letztes Meeting nicht zum gewünschten Ergebnis?“ – Na, fällt dir schon etwas ein? Ganz sicher!

Durch Perspektivwechsel ans Ziel

Der Schlüssel ist der Perspektivwechsel. Durch die umgekehrte Sicht auf deine Aufgabe erhältst du andere Stimuli in deinem Gehirn. Dies ermöglicht dir den Zugriff auf andere Hirnregionen. Wenn du fertig bist, löst du den Kopfstand auf und drehst deine Ergebnisse um.

Darum lohnt sich die Kopfstandmethode 

  • eignet sich besonders, um Blockaden zu lösen und in einen Kreativmodus zu schalten
  • die spielerische Herangehensweise nimmt den Druck
  • ideal zur Eröffnung von Meetings und Workshops
  • macht Spaß! Und Spaß fördert die Ideenfindung

Du wirst überrascht sein, welche Resultate durch ein verändertes Blickfeld entstehen. Viel Spaß beim experimentieren.

 

Kreativitätskiller: Wer jetzt nicht meckert, wird auch nicht kreativ!

Immer am meckern und nörgeln. Immer negativ. Typisch deutsch. Jetzt suchen wir hier auch noch Kreativitätskiller. Es wäre doch viel interessanter, wie man kreativ wird, statt Kreativität zu zerstören. Klasse – alles falsch gemacht, oder?

„Wie ich kreativ werde? Boah, das kann ich so nicht sagen. Das ist ja eher so ein Gefühl.“ So oder so ähnlich klingt es, wenn ich mich mit anderen über kreatives Schaffen unterhalte. Sehr zäh solche Gespräche. „Wenn du nicht voran kommst, mach was anderes,“ hat mir mal ein kluger Kollege gesagt. Und so bin ich die Sache dann mal mit dem Mut der Verzweiflung („Jeder will kreativ sein, da muss doch jeder was zu sagen haben?“) ganz anders angegangen: „Hey sag mal – was nervt dich so richtig, wenn du eigentlich gerade kreativ arbeiten willst?“

„Naja, Unterbrechungen stören schon,“ und „Wenn ich zu viel nachdenke, dann komm ich irgendwie zu nichts.“ Der Anfang für einen Dialog ist gemacht. Und siehe da, nach einer kurzen Aufwärmphase kamen wir dann schnell auf komplexere Vorgänge und Kreativkiller. Plötzlich zog die Zeit ins Land, während wir über echte und falsche Kreativität, über Ideen und Motivation plauderten.

Tipp: Dieses Vorgehen lässt sich natürlich auch für andere Fälle anwenden. Die Kopfstandmethode ist eine schnelle Kreativtechnik, die jeder sofort anwenden kann, um Hürden im Kopf zu überwinden.

Und wenn wir dann in Fahrt sind und ein paar Killer kennen, dann drehen wir den Spieß eben einfach wieder um. Wenn Unterbrechungen deiner Kreativität schaden, wie geht es dir denn dann in ruhigen Ecken? Richtig im Flow? Klasse!

Weil wir Kreativität mit dir neu entdecken wollen, möchte ich dich einladen in dieses Gespräch einzusteigen. Ich freue mich auf deine Eindrücke und Antworten: Werde Explorer of creativity – was sind deine Kreativitätskiller?