Der Grund, warum du Killerphrasen in Meetings erkennen musst und wie du sie bekämpfst.

Damit du kreativ arbeiten kannst, ist es wichtig Kreativitätskiller rechtzeitig zu entlarven. Besonders nervig sind Killerphrasen in Besprechungen, Workshops oder einfach beim lockeren Ideenaustausch.

Sie nerven, wühlen dich emotional auf und führen zu Diskussionen zur falschen Zeit am falschen Ort – also vernichte sie! Du erkennst Killerphrasen an Verallgemeinerungen wie „immer“, „nie“ oder „ständig“ und starken Verneinungen wie „ausgeschlossen“ und, in Kreativmeetings besonders schön, „undenkbar“.

Wie reagierst du auf Killerphrasen? Ich war lange Zeit erstmal ziemlich perplex, wenn ich dermaßen verbal geohrfeigt wurde. Und dann machte sich so ein fieses Gefühl in der Magengegend breit, gepaart mit dem Drang, mich unbedingt zu rechtfertigen. Aber das hilft leider überhaupt nicht weiter. Viel besser helfen mir ein paar ganz einfache Tricks, auf die ich später noch genauer eingehen möchte.

Zuerst haben wir hier noch ein paar Phrasen formuliert. Ich bin mir sicher, dass dir einige bekannt vorkommen und deshalb haben wir aus den gängigsten Killerphrasen ein Bullshit-Bingo gebaut. Es ist wichtig, dass du die Phrasen erkennst und ihnen die Schärfe nimmst.

Die meisten Phrasen sind Blockaden, die sich in sechs Felder einteilen lassen:

  1. Bürokratische Starrheit und Routine
  2. Tradition und Tabus
  3. Zufriedenheit mit dem Erreichten
  4. Enttäuschung und Frustration
  5. Vermeidung von Aufwand und Schmerz
  6. Angst vor Veränderung.

Bonus: Dumme Angewohnheit, weil man es selbst jahrelang nicht anders gehört hat.

Wird von dir wirklich Kreativität erwartet?

Nicht selten begegnet man in Meetings dem Wolf im Schafspelz. „Kreativmeeting“ oder „Brainstorming“ sind doch hippe und schöne Namen für eine Besprechung. Auch ich selbst musste aber schon oft erfahren, dass die Zielsetzung dieser Besprechungen mit Kreativität nicht viel am Hut haben. Und wenn es gar nicht darum geht, Ideen zu Entwickeln oder Vorschläge einzubringen, dann solltest du das wissen. Ist doch nur fair oder?

Diese Information kannst du dir aber nur selbst holen. Ich habe es mir daher angewöhnt, zu Beginn eines Meetings einfach mal freundlich zu Fragen, warum wir hier sind und was das Ziel der Besprechung ist.

Wenn das Ziel des Meetings aber tatsächlich Kreativität fordert und du trotzdem mit Killerphrasen konfrontiert wirst, dann solltest du die Mindboosting-Prinzipien vorstellen und gemeinsam Kommunikationsregeln aufstellen.  Wie diese Aussehen könnten? Dieses Thema ist für sich alleine schon so umfangreich, dass wir darauf in einem eigenen Artikel eingehen wollen. Wenn es aber bereits Kommunikationsregeln gibt, hast du hiermit den Auftrag, unbedingt Bullshit-Bingo zu spielen.

Killerphrasen entschärfen

Das Wichtigste ist, gut vorbereitet in Meetings zu gehen. Dazu gehört es auch, dass du dir überlegst, wer an dem Meeting teilnimmt und welche Reaktionen du auf deine Beiträge zu erwarten hast. Es lohnt sich, dafür ein paar Minuten zu investieren.

Eine gute Möglichkeit auf Totschlagargumente und Killerphrasen zu reagieren sind hartnäckige Rückfragen. Lass nicht zu, dass du selbst dich rechtfertigen musst. Dein Gegenüber kommt mit unbegründeten und pauschalisierten Behauptungen um die Ecke und du willst dich rechtfertigen? Nein! Frage stattdessen: „Wie kommst du darauf, dass das niemals funktioniert?“, „Welche Argumente hast du, um diese Behauptung zu untermauern?“

Spiel den Ball zurück

Noch besser ist es, wenn du deine Gesprächspartner zu Verbündeten machst. Stören und kaputtreden ist immer einfach. Stelle deine Rückfragen so, dass ihr am Ende gemeinsam an der gleichen Idee feilt.

„Was glaubst du, was müsste erfüllt sein, um den Vorschlag dennoch zu realisieren?“, „Hast du eine Idee, wie wir diese Hürde beseitigen könnten?“

Harte Arbeit, oder? Klar. Doch wenn du nicht selbst tätig wirst, wird dir niemand den Weg ebnen. Kreative Köpfe nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand.

Idiotische Besprechungen machen mich komplett fertig und versauen mir schon mal den ganzen Tag. Andererseits gibt mir gerade das Miteinander, der Austausch und die gemeinsame Euphorie in konstruktiven Meetings einen unglaublichen Boost und neue Motivation. Das sind Tage an denen ich meinen Business-Lifestyle genießen kann. Es lohnt sich also.

 

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