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Was du von Inception für deine kreative Arbeit lernen kannst.

“Was ist der widerstandsfähigste Parasit? Eine Idee! Eine einzige Idee des menschlichen Verstandes kann Städte entstehen lassen. Eine Idee kann die Welt verändern – alle Regeln neu bestimmen.”

Eine Idee – wie entsteht sie? Wann wird es eine wirksame Idee? Wann nur eine Schnapsidee? In Inception geht es darum, eine fremde Idee in den menschlichen Verstand einzupflanzen. Über einen Traum. So, dass das Opfer glaubt es wäre seine eigene Idee gewesen. Um das zu erreichen, müssen die Traumwandler tief in den Geist eindringen. Sie erschaffen mehrere Traumebenen. Einen Traum im Traum im Traum im Traum sozusagen.

Sie müssen ins Bewusstsein auf eine sehr tiefe Ebene eindringen.

Gleiches gilt für unsere Ideen, könnte man sagen.
Je feiner eine Idee ausgearbeitet wurde, je tiefer man eindringt und die Details einer Idee ausfeilt, umso höher ist die Wirksamkeit. Doch bevor du damit startest, solltest du wissen ob die Ausgangsfrage real ist oder ob du bereits träumst. 😉

Wo ist deine Realität? Wo soll das Ergebnis der Idee wirksam werden?

Im Film verwendet Cobb immer wieder ein so genanntes Totem, um festzustellen, ob er in der Realität ist oder ob er träumt. Die gewünschte Wirkung einer Idee soll sich in der Realität entfalten.

Aber wo ist eigentlich deine Realität? Diesen Check solltest du durchführen, bevor du dich an die Arbeit machst. Denn nur wenn du weißt wo das wahre Problem liegt, wie groß dein kreatives Spielfeld ist und wo deine Idee ihre Wirkung entfalten soll kannst du auch eine Idee entwickeln die zur wertvollen Lösung wird.

Dein Realitäts-Check:

Finde heraus wo deine wahre Herausforderung liegt indem du deine Ausganslage erweiterst und in die Tiefe untersuchst.

Erweitere indem du überprüfst welche Auswirkungen das wahrgenommenen Problem mit sich bringt:

“Wir haben zu wenig Sichtbarkeit in Zielgruppen-Medien”

Folglich: “Ist unsere Marke zu unbekannt.”
Folglich: “Kauft niemand unser Produkt aus eigener Motivation.”
Folglich: “Müssen wir viel Geld und Ressourcen in Abverkaufswerbung stecken.”
Folglich: “Wird die Gewinn-Marge pro verkauftem Produkt immer kleiner.”

Vertiefe indem du die Ursache des wahrgenommenen Problems erkundest:

Wir haben zu wenig Sichtbarkeit in Zielgruppen-Medien

Warum? – Weil wir nur begrenzt Budget investieren.
Warum? – Weil wir das Budget auf mehrere Kanäle verteilen.
Warum? – Zur Risiko-Streuung.
Warum? – Weil wir nicht genau wissen, welcher Kanal am besten funktioniert.

Überprüfe jetzt auf welcher Ebene du wirklich Auswirkungen erzielen möchtest. Dann mach dich an die (kreative) Arbeit.

Auf welcher Ebene solltest du Ideen schmieden um Wirksamkeit zu erzielen?

Je detaillierter die Traumwelten auf allen Ebenen ausgearbeitet sind umso stärker die Auswirkung in der Realität. Im Film wirkt nur der Gedanke der auf tiefer Ebene eingepflanzt wurde, so real, dass das Opfer glaubt es wäre sein eigener.

Als Kreativarbeiter höre ich auch gerne etwas mehr als nur ein “ganz nett”. Vielleicht darf sich der Empfänger auch ein bisschen ärgern, dass es eben nicht die eigene Idee war. 😉

Dafür kann es sich lohnen die Idee in unterschiedlichen Ebenen auszubauen. Es wäre nicht das erstemal, dass es auf kleine Details ankommt um aus einer guten eine sehr gute Idee zu machen.

Wenn du erste Ideen gesammelt hast, schau dir Diese genau an. Aus welchen Bausteinen (Ebenen?) besteht deine Idee?
Du möchtest einen neuen Image-Film für deine Firma drehen? – Dann findest du vielleicht Bausteine wie: Schauspieler, Drehbuch, Story, Dialoge, Kulisse, …
Und selbst diese Bausteine lassen sich bei genauerer Betrachtung weiter zerlegen. Eine Kulisse zum Beispiel: Licht, Landschaft, Requisiten, Statisten, Geräusche,

Auf diesen unterschiedlichen Ebenen kannst du mit den Bausteinen arbeiten um Ideen im Detail zu entwickeln. Hier bietet sich die Möglichkeit Ideen in Ihrer Ausprägung zu steuern, Farben zu geben und in oftmals entscheidenden Eigenschaften zu verfeinern.

Verliere dich nicht im Limbus!

Je tiefer du vordringst, umso stärker wird eine Idee – Wenn du sie fertigstellst. Denn gleichzeitig wird die Bearbeitung der Idee immer aufwändiger und zeitintensiver wenn du sie unbedingt zur Perfektion treiben willst.

Je tiefer umso

  • + detailierter
  • + umfangreicher
  • + reichhaltiger
  • – aufwändiger
  • – zeitintensiver

Im Film landet man im Limbus wenn man im Traum stirbt. In der Realität bleiben diese Menschen umnachtet. Also – verlier dich nicht im Limbus. Schau was deine “minimal effectiv idea” ist und stelle diese fertig.

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